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  • Prinzip Katamaran und andere Identitäten

    AKTUELL: Vorstellungen "Prinzip Katamaran und andere Identitäten"

    Sa 11. März 2017 um 19.30 Uhr in der Aula der Gertrud Luckner Schule
    in Kooperation mit den Unabhängigen Frauen Freiburgs

    Fr 14. April 2017 um 22 Uhr Slowclub Freiburg ab 24 Uhr DJ Fonk

    Mo 10. Juli 2017 um 18 Uhr in der Pädagogischen Hochschule
    in Kooperation mit Tritta e.V.

    Fr 28. und Sa 29. Juli 2017 Theaterzelt Comoedia Mundi in Frankfurt am Schaumainkai Höhe Filmmuseum jeweils 19.30 Uhr mit Musik von DJ Fonk im Anschluss

    Produktion: Theaterkollektiv RaumZeit
    Schauspiel & Regie: Nic* Reitzenstein
    Musik: Charlie Fonk
    Text: Jenny Warnecke

    Das Stück ist der Monolog einer Figur, die sich weder als Frau noch als Mann versteht und sich als Zwischenwesen konstruiert: ein „Gnoi“. Das ist neu. Aus seiner Heimat Gnoien ausgewandert lebt er nun in Katamaranien. In Gnoien wurde zwischen „Lautstimmlern“ und „In-die-Luft-Guckern“ unterschieden. Die Welteinteilung in Katamaranien ist nach dem Prinzip des Katamarans bipolar organisiert: Frau vs. Mann, Nacht vs. Tag usw. Die Identitätssuche des Gnois befindet sich im Dazwischen der Geschlechter und im Grau der Dämmerung, dem luftleeren Nichts zwischen diesen beiden stabilen Rümpfen des schwebenden Schiffskörpers. Da die neue Welt keine Angebote für diese andere Kategorie der Identität bietet, muss sich der Gnoi selbst erfinden.

    TRAILER

    PRESSE Badische Zeitung vom 22. November 2016
    "Wider die Zuschreibungen" von Heidi Ossenberg

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    Das Stück verhandelt die Selbstbehauptung innerhalb der kulturellen Vorgaben des neuen Ortes – auf eine amüsant-melancholische Weise der Selbst-beobachtung.

    Heimat ist nicht Herkunft, sondern die Utopie:
    Heimat ist dort, wo ich verstanden und gesehen werde.

    Neu ist die Vermittlung von queeren Inhalten in einer eingängigen Sprache: Das Stück führt verspielt an das Thema sexuelle Identitäten und Migration heran, über das Mittel der Empathie. Durch die Kombination des einfachen Spiels in einer Kulisse aus Bierbank und Lichterkette mit musikalischer Kommunikation entsteht eine wohnzimmermäßige Nähe, in der sich das Publikum dem Thema Fremdsein in Geborgenheit nähern kann. Die Inszenierung beginnt an der Kasse, der Landesgrenze von „Gnoien“, hinter der man den Theaterabend in der pluralen Logik durchlebt, in einem utopischen Raum. Die Dekoration zitiert strandmäßige Sommerabende. In dieser entspannten Atmosphäre und durch das slapstickhafte Schauspiel können Seh-, Sprach und Denkgewohnheiten im Lachen der Selbsterkenntnis neu justiert werden.

    Radiointerview zum Nachhören mit Nic* Reitzenstein und Jenny Warnecke am 7. Juni 2016 im Radio Dreyeckland. Interview LaRadio: Eva Gutensohn

    Abgespielte Termine

    Das Stück "Prinzip Katamaran und andere Identitäten" erlebte am 8. Juni 2016 in Freiburg seine Uraufführung im Rahmen des Literatursommers 2016 der Baden-Württemberg-Stiftung. Weitere Aufführungen am 8. und 10. Juni 2016.

    17. und 18. November Peterhofkeller Freiburg in Kooperation mit der Universität.
    Do 2. Februar 2017 um 11.35 Uhr Erasmus Gymnasium Denzlingen

    Fr 10. Februar 2017 um 19.30 Uhr im U.G.L.E., Hildastraße 17, 79102 Freiburg Wiehre im Rahmen des Gender-Symposiums mit Workshop am Sa 11. Februar von 11-13 Uhr in Kooperation mit Tritta e.V.